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News aus dem Unternehmen
Shein, Temu und Co. schöpfen Modenachfrage ab
Der stationäre Modehandel in Deutschland hat im ersten Halbjahr Umsatz verloren. Die Modehandelsunternehmen verzeichneten ein Umsatzminus von 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit setzt sich die rückläufige Entwicklung aus dem Vorjahr (2025: minus 4 %) weiter fort. Das berichtet das Fachmagazin TextilWirtschaft (dfv Mediengruppe).
Neben der generell schwachen Konsumstimmung infolge von Inflations- und Konjunktursorgen ist der Rückgang auf ein verändertes Shoppingverhalten zurückzuführen. Immer häufiger bestellen die Menschen Bekleidung bei asiatischen Plattformanbietern. Nach Erhebungen des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel (bevh) haben diese Anbieter mittlerweile einen Anteil von 16 Prozent an allen Online-Mode-Bestellungen.
Die Rekordhitze um 40 Grad im Juni führte im stationären Modehandel zudem zu zurückhaltenderem Einkaufsverhalten bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern. So sanken die Erlöse in den zwei letzten Juni-Wochen im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt gelang dem stationären Modehandel im Juni erstmals seit September 2025 ein positiver Monatsabschluss, was vor allem auf zwei zusätzliche Verkaufstage sowie starke Reduzierungen der Sommerware zurückzuführen ist.
Das Halbjahresergebnis basiert auf einer Erhebung der TextilWirtschaft. Wöchentlich befragt das Fachmagazin einen ausgewählten Kreis an marktrelevanten stationären Modeanbietern zu ihrer Umsatzentwicklung.